Aufbruch in fremde Welten

Aufbruch in fremde Welten

Ausstellung „Karte, Kompass, Karavelle“ im Archäologiemuseum eröffnet

Die neue Sonderausstellung „Karte, Kompass, Karavelle – Aufbruch in fremde Welten“ im Emsland-Archäologiemuseum in Meppen, die bis zum 14. April 2018 zu sehen sein wird, haben Landrat Reinhard Winter und Bürgermeister Helmut Knurbein in Anwesenheit zahlreicher Gäste eröffnet.

Meppen. Die großen und kleinen Besucher sind zu einer faszinierenden Weltreise auf den Spuren großer Entdecker des 15. bis 18. Jahrhunderts eingeladen. Die Sonderausstellung bietet einen Blick auf fremde Völker und Kulturen verschiedener Kontinente und kombiniert klassisch-museale Präsentation mit bespielbaren interaktiven Elementen vor allem für die ganz jungen Museumsbesucher. „Die Ausstellung richtet ihren Blick gezielt auf die Menschen und ihre Lebensweisen zur Zeit ihrer Entdeckung durch europäische Seefahrer“, führte Landrat Winter in die Thematik ein.

Bereits im vergangenen Jahr war die erste vom Emsland Archäologie Museum selbst erdachte und erstellte Mitmachausstellung „Dreispitz, Skalp & Spitzenhäubchen – die amerikanische Freiheitsbewegung 1776“ ein Riesenerfolg geworden. „Wir leihen diese Ausstellung ab 2018 nach Siegen aus“, sagte Winter. Die erfolgreiche Arbeit des Museums zeige sich auch in den steigenden Besucherzahlen; 2016 wurden ca. 14.000 Gäste gezählt, davon waren 8996 Kinder und Jugendliche.

Gerade Familien mit Kindern und zahlreiche Schulklassen besuchten zunehmend das Museum, betonte der Landrat. Das Konzept der klassisch-musealen Präsentation in Vitrinen mit interaktiven, begeh- und bespielbaren Kulissen zeige Wirkung. „Auch Erwachsene nutzen gerne die interaktiven Stationen.“ Die jetzt gezeigte Ausstellung sei erneut eine Eigenproduktion, erläuterte Museumsleiterin Silke Surberg-Röhr.

Vielen unbekannt sein dürfte, dass neben den portugiesischen und spanischen Entdeckern mit Carsten Niebuhr auch ein norddeutscher Forschungsreisender und Entdecker in der Ausstellung berücksichtigt wird. „Eine Aufgabe für Familienforscher, ob die heute in Meppen lebende Familie Niebuhr verwandtschaftlich dazu gehört“, regte Winter an.

Lebendige Geschichte

In der Ausstellung ist auch eine Höhle mit Malereien nachgebildet, in der Kinder selbst malen dürfen. Erwachsene sollten ihr Augenmerk besonders auf zum Teil noch nie gezeigte Exponate, wie das Gold der Inka, eine chinesische Badewanne, Kamelfußgewehre und einen originalen Kamelsattel richten.

Seit 21 Jahren überzeuge das Archäologiemuseum immer wieder mit beeindruckenden Konzepten und Ausstellungen, sagte auch Bürgermeister Knurbein. „Gerade im digitalen Zeitalter möchten die Menschen offenbar immer häufiger lebendige Geschichte auch live erleben, wie die ansteigenden Besucherzahlen beweisen.“

Beim Rundgang zeigten sich die Gäste begeistert von der Erlebnisausstellung. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von der Leipziger Gruppe „nimmerselich“ und den Historiendarstellern der Gruppen Hortus Lupi, IG Volkelin und Furor Normanicus, die durch ihr Spiel und einen kleinen mittelalterlichen Markt vor dem Museum Geschichte anschaulich und lebendig werden ließen.

Weitere Fotos von
der Ausstellung auf noz.de /meppen

Quelle: Meppener Tagespost – Lokales – vom 24.04.2017
Autor: Georg Hiemann
Foto: Georg Hiemann