Frauenunion besucht Haus Orde in Meppen

Frauenunion besucht Haus Orde in Meppen

Hilfe zur Selbstständigkeit – Entlastung

Die CDU hat das Haus Orde des Paritätischen Emsland in Meppen besucht. 16 Tagespflegeplätze werden hier vorgehalten. „Unsere Gäste leben hier wie zu Hause“, erklärte Kreisverbandsgeschäftsführerin Barbara Germer-Grote.

Meppen. Zum Infobesuch kamen die Vorstände der CDU-Frauenunion des Altkreises Meppen sowie der Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann und der Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing. Das Haus Orde bietet für ältere Menschen, die noch in ihrem eigenen Zuhause bleiben möchten, Hilfe und Unterstützung bei ihrer täglichen Versorgung oder hilft „Menschen, die sich einsam fühlen“ oder an Demenz erkrankten, wie Pflegedienstleiterin Sarah Swalens ausführte.

Beim Rundgang durch die Einrichtung bestaunten die Gäste die liebevoll und zweckmäßig eingerichteten Räume. Auch das gemeinsame Zubereiten des Mittagessens ist nur ein Angebot. Im umzäunten Garten bieten sich weitere Freizeitaktivitäten. „Angehörige werden entlastet“, sagte Sarah Swalens.

Ausführlich stellte die Pflegedienstleiterin auch das ab dem 1. Januar gültige Pflegestärkungsgesetz II vor, das die häusliche Pflege finanziell erheblich stärker fördert, dafür andererseits aber Gelder für die stationäre Pflege gekürzt hat. Ziel sei es, die häusliche Pflege weiter zu stärken. In diesem Sinne komme gerade auch den Tagespflegeeinrichtungen eine wachsende Bedeutung zu.

Es soll der Grundsatz „Ambulant vor stationär“ gelten. In der Diskussion kritisierte Germer-Grote, dass examinierte Altenpflegerinnen in Nordrhein-Westfalen etwa 500 Euro monatlich mehr verdienen als in Niedersachsen. Sie appellierte an die Politiker, alles zu tun, damit Altenpflegerinnen auch in Niedersachsen besser bezahlt werden. „Sonst haben wir bald kein Personal mehr“, wies sie energisch auf den Pflegenotstand angesichts der demografischen Entwicklung hin.

Bezweifelt wurde von einigen Anwesenden, ob private Träger für Pflegeeinrichtungen geeignet seien, da für sie der Profit im Vordergrund stehe. „Wenn der Wettbewerb fair und überprüfbar ist, können wir auch private Träger zulassen“, gab Bernd-Carsten Hiebing zu bedenken.

Quelle: Meppener Tagespost – Lokales – vom 17.03.2017
Autor: Georg Hiemann
Foto: Georg Hiemann