Redner fordern vierspurigen Ausbau der E233

Redner fordern vierspurigen Ausbau der E233

Über 200 Besucher bei der MIT-Versammlung „Politik & Pannkauken“ in Meppen

Meppen. Bundesvorsitzender Carsten Linnemann sollte um 19 Uhr den Hauptvortrag bei der Veranstaltung „Politik und Pannekauken“ der drei emsländischen Kreisverbände der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) in Meppen halten. Doch er kam viel zu spät.

Meppens MIT-Kreisvorsitzender Günter Reisner musste vor über 200 Zuhörern im Funpark am Montagabend denn auch mehrfach „improvisieren“, da der Festredner im Stau auf der A1 festgehalten wurde.

Die 90-minütige, ungewollte Lücke durften gleich vier Redner sowie die Kolpingkapelle Emmeln überbrücken. Es startete CDU-Bundestagsabgeordneter Albert Stegemann. „Die Sorgen um den angeblichen Martin- Schulz-Hype ebben wieder ab“, sagte der Landwirt. Die CDU dürfe nicht den Fehler begehen, in den Wettlauf um linke Positionen einzutreten. Deutschland brauche weiter die Agenda 2010 und auch ein gesundes Werksarbeitervertragwesen.

Kritik an Rot-Grün

CDU-Landtagsabgeordneter Bernd-Carsten Hiebing beklagte, dass die rot-grüne Landesregierung zu wenig investiere. Beispielhaft nannte er Krankenhäuser und Straßen. Hiebing monierte zudem die schlechte Unterrichtsversorgung an allgemeinbildenden Schulen im Emsland (wir berichteten). Er befürchtete, dass die Unterrichtsversorgung an den berufsbildenden Schulen im Emsland sogar „noch viel schlechter“ ist.

Der Christdemokrat sowie die Folgeredner sprachen sich für einen zügigen vierspurigen Ausbau der Europastraße 233 von Meppen nach Emstek aus.

Martin Schlichter, Präsident der Industrie- und Handelskammer Osnabrück -Emsland - Grafschaft Bentheim, sagte: Wir brauchen diese Straße.“ Die E 233 knüpfe an die Erfolgsgeschichte der Emslandautobahn vor 13 Jahren an. Auch Schlichter forderte die Landesregierung auf, unbedingt mehr Lehrer für die Schulen einzustellen. An den BBS liege die Unterrichtsversorgung teils bereits unter 80 Prozent.

Kritik an Kommunen

Der Lathener Geschäftsmann kritisierte, dass emsländische Kommunen an der „Steuerschraube drehen“. Damit würde der Landkreis seine Standortvorteile für Gewerbeansiedlungen verspielen. Dabei trügen die mittelständischen Familienbetriebe maßgeblich zum Wirtschaftswachstum der Region bei. Gleichwohl lobte er den „Pragmatismus der Emsländer“.

Landrat Reinhard Winter sagte, dass der Landkreis den Breitbandausbau bis Ende 2018 mit insgesamt 60 Millionen Euro forcieren will. Damit würden 85 bis 95 Prozent aller Haushalte angeschlossen.

Quelle: Meppener Tagespost – Kreis Emsland – vom 05.04.2017
Autor: Mammes
Foto: Mammes