Freilichtbühne Meppen – Minister Thümler überreicht Förderbescheid

Freilichtbühne Meppen – Minister Thümler überreicht Förderbescheid

Sehr herzlich begrüßt Bernd-Carsten Hiebing Herrn Minister Björn Thümler sowie Herrn Landrat Marc-André Burgdorf, Herrn Bürgermeister Knurbein, Vertreter der Freilichtbühne – Herrn Lilge, Herrn Kaßburg und Herrn Wöbker auf der Freilichtbühne in Meppen:

“Ich freue mich, dass wir heute hier zusammenkommen können – wenn auch mit dem notwendigen Mindestabstand.

Termine hier an der traditionsreichen Freilichtbühne nehme ich immer gerne wahr, es ist eine tolle Anlage in einem tollen Ambiente, das jetzt nochmals eine gehörige Aufwertung erfahren hat.

Ich muss aber einräumen, dass ich mit einem lachenden und auch mit einem weinenden Auge diesen heutigen Ortstermin wahrnehme.

Ein freudiger, ein positiver Termin, weil wir hier eine wirklich beeindruckende neue Dachkonstruktion erkennen, die dieser Anlage ein ganz neues Flair und einen hohen Mehrwert für die Zuschauer verleiht.

Das ist der Grund für unser Zusammenkommen und wir freuen uns dabei über den hohen Ministerbesuch aus Hannover, denn auch das Land hat mit 100.000 Euro seinen Beitrag zur Infrastruktur dieser Überdachung geleistet.

Den Bewilligungsbescheid hat es nun zwar per Post gegeben, weil wir vor einigen Wochen nicht haben zusammenkommen können, aber das holen wir hiermit ja nach.

Meine Damen und Herren, das weinende Auge will ich allerdings ebenfalls nicht verhehlen:

Vor wenigen Tagen hätten genau an dieser Stelle eigentlich rauschende Premieren der neuen Aufführungen „Shrek“ und „Haispray“ stattfinden sollen – wie wir wissen ist diese Spielzeit 2020, wie vieles andere auch in diesen Wochen und Monaten, jedoch dem Corona-Virus zum Opfer gefallen.

Das ist für die 350 aktiven ehrenamtlichen Mitglieder, für die Verantwortlichen der Anlage, für die zahlreichen Schauspieler, aber auch für durchschnittlich 30.000 Gäste pro Saison natürlich ein Schock und eine ganz schlechte Nachricht.

Tatsächlich sind es für uns alle außergewöhnliche Zeiten, für die eine Branche mehr als für die andere, in einigen Bereichen geht es richtig an die Substanz.

Die Kulturschaffenden sind einer dieser Zweige, die in der Corona-Krise besonders hart betroffen sind, deshalb hat die Landesregierung ein Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine ins Leben gerufen. Das ist eine gute Sache, um die aktuelle Durststrecke zu überbrücken. Denn auch wenn derzeit kein Ende in Sicht ist und benannt werden kann, so ist Corona doch nur eine Phase. Schon jetzt gibt es eine ganze Reihe an Lockerungen, gerade heute sind weitere in Kraft getreten. Wenn wir die Gesundheitsgefahren durch Corona im Griff haben, dann wird es auf der Freilichtbühne auch wieder Aufführungen geben – wie in den gut 70 Jahren zuvor, nur, dass die Zuschauer dann im Trockenen sitzen werden.

Mit der neuen Überdachung ist den Verantwortlichen schon auf den ersten Blick ein Meisterstück gelungen, wenn ich mich hier so umschaue. Es bestand ja die Gefahr, dass die Freilichtbühne als Veranstaltungsort mitten in der Natur, umrahmt vom alten Baumbestand, ihren ganz eigenen Charakter verlieren könnte. Das ist mit dieser fledermausartigen Konstruktion aber keineswegs der Fall, es ist offen, es ist luftig. Wir werden bestimmt noch einige Details zur Konstruktion erfahren, auch die Akustik ist dabei sicherlich eine Herausforderung, kann ich mir vorstellen.

Was wir aber jetzt schon festhalten können, ist, dass die Freilichtbühne nichts an Charme eingebüßt hat, im Gegenteil.

Sie wird auch in Zukunft ein attraktiver Leuchtturm der Kulturszene in unserer Kreisstadt sein und Tausende von Gästen aus weit und fern anziehen, davon bin ich überzeugt. Ich glaube, damit ist ein Mammutprojekt – und das ist es, nicht zuletzt angesichts der Kosten von mehr als drei Millionen Euro – ganz hervorragend  umgesetzt. Die Verantwortlichen der Freilichtbühne haben ihre Vision nachdrücklich und erfolgreich realisiert, davor ziehe ich meinen Hut. Das hohe Engagement der Stadt Meppen und die Unterstützung durch den Landkreis sind ebenfalls außergewöhnlich, aber es hat sich gelohnt. Im Übrigen ist es vermutlich gut, dass das Projekt im wahrsten Sinne längst unter Dach und Fach ist, denn auch wenn Corona virologisch irgendwann ein Ende haben wird, wird es zumindest in den Finanzbüchern der kommunalen Ebene wohl noch länger Bestand haben – aber das soll uns jetzt und hier auch nicht weiter betrüben.

In diesem Sinne freue ich mich vielmehr, dass wir als Land ebenfalls einen Beitrag haben leisten können zu diesem gelungenen Bauprojekt – und bin gespannt, nun etwas mehr über die neue Überdachung zu erfahren und mit Ihnen allen ins Gespräch zu kommen.”

 

Quelle: Eigenbericht Wahlkreisbüro MdL Bernd-Carsten Hiebing, 08.06.2020

Foto: Wahlkreisbüro MdL Bernd-Carsten Hiebing