Informationsgespräch des CDU-Landtagsabgeordneten Bernd-Carsten Hiebing mit der  Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung in Meppen

Informationsgespräch des CDU-Landtagsabgeordneten Bernd-Carsten Hiebing mit der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung in Meppen

Meppen. Zu einem informellen Gespräch mit der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) in Meppen traf sich der CDU-Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing mit den Ansprechpartnerinnen Sabine Lampe und Bernhardine Schiering.

Außerdem war der SoVD-Kreisverband Emsland als großartiger und erfahrener Partner mit seinem 1. Vorsitzenden Bernhard Sackarendt  anwesend.

Gesprächsteilnehmer mit EUTB (v. li.): Bernhard Sackarendt, Bernhardine Schiering, Sabine Lampe und MdL Bernd-Carsten Hiebing

Beratung und Unterstützung aller Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohter Menschen, aber auch deren Angehörigen kostenlos in allen Fragen zur Rehabilitation und Teilnahme zählen zum Aufgabenbereich der EUTB. Jeder kann das kostenlose Angebot in Anspruch nehmen, auch ohne Mitgliedschaft im SoVD.

Es handelt sich also um ein niederschwelliges Angebot, zu dessen Inanspruchnahme Frau Lampe und Frau Schiering wie folgt berichten:

„Die EUTB“, so Sabine Lampe, „versteht sich als Wegweiser und Vermittlungsplattform für alle Ratsuchenden. Darüber hinaus werden Menschen mit Behinderungen ermutigt, Ziele und Pläne für ihr Leben zu entwickeln“.  Ergänzend weist Frau Bernhardine Schiering darauf hin, dass dadurch die Handlungsfähigkeit der Betroffenen gestärkt werden soll.

Eine betroffene Mutter, die ebenso an diesem Gespräch teilgenommen hat, konnte am konkreten eigenen Beispiel die Wichtigkeit der EUTB bestätigen. Hilfe und Unterstützung bei Beantragung von Leistungen für den an Muskelschwund erkrankten Sohn zu bekommen, stellt eine erhebliche Erleichterung für den Alltag dar, um selbigen besser zu bewältigen. Immer stehen die individuellen Bedürfnisse im Vordergrund!

„Nicht behindert zu sein“, betont Hiebing, „ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann.“

Bei vielen Unsicherheiten wollen Menschen persönlich, kompetent, aber auch unabhängig und neutral  beraten werden. Ein solches Angebot, das die Menschen ernst nimmt und dem sie vertrauen können, ist aber keineswegs selbstverständlich, im Gegenteil, es fehlt vielerorts.

Der Gesetzgeber hat auf diese Lücke reagiert und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine Förderrichtlinie zur Durchführung der so genannten „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ für Menschen mit Behinderungen auf den Weg gebracht.

Seit diesem Jahr für die Dauer von bis zu fünf Jahren stellt der Bund jährlich insgesamt 58 Millionen Euro für die Umsetzung und Förderung der Teilhabeberatung sowie deren Evaluation zur Verfügung.

„Es handelt sich also für den Moment um ein Modell“, so der Abgeordnete Hiebing, „ aber ich bin sicher, dass es ein Erfolgsmodell ist, auf das nicht mehr verzichtet werden kann.“

Den Bedarf der EUTB, aber auch die neue Chance, haben die hiesigen Akteure des Sozialverbandes Deutschland erkannt und im Verbund mit dem St. Vitus-Werk in Meppen, dem St. Lukas-Heim in Papenburg und dem Christophorus-Werk in Lingen im vergangenen Jahr erfolgreich einen Förderantrag beim Bund für die drei EUTB-Standorte im Emsland gestellt.

Insgesamt hat der SoVD vom BMAS den Zuschlag für insgesamt neun EUTB-Beratungsstellen in ganz Niedersachsen bekommen. “Darüber können wir uns freuen, denn das ist gut für Niedersachsen“, stellt Hiebing fest.

Abschließend bedankt sich der Abgeordnete für  das besonders informative und intensive Gespräch und wünscht viel Erfolg mit einer anhaltend hohen Resonanz auf das tolle, neue Angebot.  „Die EUTB kann ein wichtiger Baustein sein für eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderung“, fasst Hiebing zusammen.

 

Quelle: Eigene Berichterstattung