„Land stärkt Fanprojekt des SV Meppen“ Hiebing begrüßt bessere Unterstützung niedersächsischer Fanprojekte

„Land stärkt Fanprojekt des SV Meppen“ Hiebing begrüßt bessere Unterstützung niedersächsischer Fanprojekte

Meppen/Hannover. Der Niedersächsische Landtag hat sich in seiner Plenarsitzung am vergangenen Mittwoch mit der wichtigen Arbeit der Fanprojekte beschäftigt. Dabei wurde ausdrücklich die wichtige und engagierte Arbeit gelobt, welche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den derzeit fünf niedersächsischen Fanprojekten leisten. Zudem wurde eine Erhöhung der individuellen Fördermittel auf mindestens 50.000 Euro angekündigt. „Wir wollen solche Fanprojekte auch zukünftig nachhaltig unterstützen. Als Abgeordneter aus dem Emsland freue ich mich insbesondere für das Projekt in Meppen, das sich etabliert hat und eine wichtige Bereicherung für die hiesige Fanszene darstellt“, so Landtagsabgeordneter Bernd-Carsten Hiebing.

Der Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, die Fanprojekte vor Ort beim Einsatz gegen jegliche Form von Extremismus und bei der Gewaltprävention nachhaltig zu unterstützen und für neue Fanprojekte zu werben. Dazu sollen die Förderungen für die niedersächsischen Fanprojekte, die aktuell in Wolfsburg, Hannover, Braunschweig, Osnabrück und Meppen bestehen, auf jeweils mindestens 50.000 Euro pro Fanprojekt erhöht werden.

Insbesondere ab der 3. Fußballliga sieht sich das Land in der Pflicht, die Kofinanzierungsmittel von DFB und DFL besser auszuschöpfen. Davon kann zukünftig auch das Fanprojekt in Meppen profitieren, das derzeit mit insgesamt 150.000 Euro finanziert ist. Der Deutsche Fußballbund trägt dabei die Hälfte der Kosten, das Land Niedersachsen bringt derzeit 30.000 Euro ein und die Stadt Meppen und der Landkreis Emsland beteiligen sich mit jährlich je 22.500 Euro. „Aus kommunaler Sicht haben wir immer eine höhere Beteiligung des Landes gefordert – und es ist gut, dass sich das Land in diesem Kontext jetzt bewegt und mit der besseren Finanzausstattung der Projekte ein klares Zeichen setzt“, so Hiebing, der gleichzeitig Vorsitzender der CDU-Mehrheitsfraktion im emsländischen Kreistag ist.

Außerdem will sich das Land Niedersachsen mit Nachdruck für ein erheblich höheres finanzielles Engagement des DFB und der DFL bei den Fanprojekten der 1. und 2. Liga einsetzen und gleichzeitig dafür werben, dass mehr Geld für Präventionsmaßnahmen ab der 3. Fußballliga zur Verfügung gestellt werden. Der Landtag wird sich zukünftig einmal im Jahr über die Situation der Fanprojekte in Niedersachsen berichten lassen.

„Die niedersächsischen Fanprojekte leisten in der Anhängerschaft der jeweiligen Klubs wichtige Beiträge zur Jugendsozialarbeit und zur Gewaltprävention. Aber sie sind vor allem ein wichtiger Teil der Fankultur und leisten so einen Beitrag zu einem sicheren und attraktiven Fußballerlebnis für Groß und Klein. Deshalb sind Fanprojekte wie unser Projekt in Meppen so wichtig“, beurteilt der Landtagsabgeordnete.

Hintergrund: Finanziert werden die bestehenden niedersächsischen Fanprojekte in Wolfsburg, Hannover, Braunschweig, Osnabrück und Meppen je zur Hälfte aus Mitteln des Landes und der Kommunen, in denen die Vereine beheimatet sind, und zur anderen Hälfte vom „Fußball“, also der Deutschen Fußball-Liga für Fanprojekte in den beiden Ersten Ligen und dem Deutschen Fußball-Bund für Fanprojekte unterhalb dieser beiden Ligen. Die Finanzierung durch das Land Niedersachsen erfolgt zur einen Hälfte aus Mitteln der Finanzhilfe an den Landessportbund Niedersachsen und zur anderen Hälfte aus Mitteln der Jugendhilfe. Die inhaltliche Begleitung der Fanbetreuung im Rahmen der Jugendsozialarbeit wird dabei seit 1993 durch die Koordinationsstelle Fanprojekte betrieben. Inhaltlicher und organisatorischer Rahmen der Jugendsozialarbeit im Fußballbereich ist das „Nationale Konzept Sport und Sicherheit“, welches von der ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder gemeinsam mit vielen Beteiligten ausgearbeitet wurde.  

 

Quelle: Eigene Pressemitteilung